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Umsetzung des Pariser Klimaabkommens: Mit Gebäudemassnahmen CO₂-freien Solarstrom erzeugen

Die Nutzung von Sonnenenergie von PlusEnergieBauten ist vielversprechend und auch Minergie-P-Standards haben Potenzial. Ensprechende finanzielle Anreize sollen deren Verbreitung vorantreiben.


Publiziert: 13.08.2019 / 16:23

Es ist möglich - die Ziele des Pariser Klimaabkommens können bis 2045 erreicht werden, dies wurde heute an einer Medienorientierung verkündet. Laut der PlusEnergieBau(PEB)-Gebäudestudie 2019 soll der Schlüssel zur Lösung in Minergie-P-Standards und PlusEnergieBauten (PEB) stecken. Intelligenter Bauen und die Solarenergie besser nutzen, dies fordern drei Nationalräte mit einem neuen parlamentarischen Vorstoss. Je nach Energieszenario könne die gesamte fossil-nukleare Energieproduktion in 24 bis 55 Jahren durch erneuerbare und CO₂-freie Produktionsformen ersetzt werden.

Gebäude-Massnahmen für die Zukunft

Momentan wird die Hälfte der Energie im Gebäudebereich verbraucht. Davon stellen 70 bis 80 Prozent Energieverluste dar. Ein Zusammenschluss von drei Parteien will diesen Missstand mit konkreten Massnahmen anpacken. Hinter dem parlamentarischen Vorstoss steht die Solar Agentur Schweiz, die Co-Präsidenten sind zwei Nationalräte und eine Nationalrätin. Die Zürcher SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf macht sich vor allem im Wohnbaubereich stark. Man müsse mit Hochdruck an Gebäudesanierungen arbeiten, damit die Energieverluste nicht in Form von Nebenkosten von den Mieterinnen und Mietern getragen werden müssen. Sie sei überzeugt, dass mit den vorgeschlagenen Gebäudemassnahmen die Energieverluste vollständig gelöst werden können. Dr. Christoph Eymann von der LDP legt in seiner Arbeit den Fokus auf beheizte und unbeheizte Nicht-Wohnbauten. An der Medienorientierung machte er auf die unverhältnismässigen Förderungsunterschiede von nur einem Prozent im Gebäudesektor im Vergleich zu 200 bis 300 Prozent EVS-Förderbeiträge für Einzelanlagen wie Kleinwasserkraftwerke aufmerksam. Der CVP-Nationalrat Leo Müller möchte mit der Motion die Installation von Photovoltaikanlagen finanziell unterstützen. 

Hohes Potenzial auf landwirtschaftlichen Dachflächen

Mit Anreizbeiträgen von bis zu 30 Prozent der energierelevanten Bauinvestitionen soll die Installation von Photovoltaikanlagen gefördert werden. Die Resultate der Studie zeigen nämlich, dass die Stromproduktion der Photovoltaikanlagen auf vier von fünf heute brachliegende Dachflächen aller landwirtschaftlichen Betriebe die Stromproduktion der AKWs Mühleberg und Beznau l und ll ersetzen könnte. Was früher Ziegeldächer waren und noch früher Stohdächer, sollen nun in Solardächer umgewandelt werden, sagte Seiler Graf an der Medienorientierung. Geplant ist eine Einmalvergütung für Photovoltaikanlagen für Gewerbe-, Landwirtschafts- und andere Geschäftsbauten sowie Wohnbauten mit einer Leistung von 30 bis 200 kW. Zur Beschleunigung dieses Vorhabens soll auch der administrative Aufwand verringert werden.

In knapp sechs Jahren vollständig amortisiert

Bei einer Gesamtinvestition von zirka 300'000 Franken pro Anlage und einer Vergütung von 30 Prozent, würden sich die Kosten für den Landwirt noch auf ungefähr 210'000 Franken pro Anlage belaufen. Nach Berechnungen der Studie könnte eine 200-kWh-Anlage in knapp sechs Jahren vollständig amortisiert werden. Die Landwirtschaftsbetriebe würden von einem zirka 70 Prozent tieferen Strompreis profitieren. Bei einem Strompreis von zehn Rappen pro kWh würden die Landwirtschaftsbetriebe Jahreseinnahmen von zirka 870 Millionen Franken generieren, bei höheren Strompreisen entsprechend mehr. Ausserdem müsste dank des selbst produzierten Stroms weniger Strom aus dem Ausland bezogen werden. 

 

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